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Überlebenscode 2

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Warum ist der Artikel wichtig?

Der Artikel über den Überlebenscodesteht in Zusammenhang mit ADS.

Er soll Sie über einen der wichtigsten neurologischen Substrate, der Ihr Leben ruinieren kann, informieren.


Meine Artikel sollen Ihnen ein abgerundetes Bild von dem geben, was der Überlebenscode für Sie bedeutet und was Sie dagegen tun können.
In diesem Artikel geht es darum, besser zu beschreiben, welche Auswirkungen der Überlebenscode hat, wenn er aktiviert ist.


Falls Sie die früheren Artikel in dieser Reihe noch nicht gelesen haben, möchte ich ein paar Dinge erklären.


Ich spreche über die Fusion unserer genetischen Informationen, die uns zu dem machen, wer wir sind. Durch unsere gelernten Erfahrungen formt sich das Nervensystem zu dem was es heute ist. Dies wird zur Referenz für unser Unterbewusstsein. Damit können wir erkennen was uns möglicherweise schaden oder bedrohen könnte.


Wir machen dann eine interessante Sache. Wir gehen in eine primitive Reaktion, in die so genannte Kampf-Flucht Reaktion.

Das wäre in Ordnung, wenn wir gegen einen Dinosaurier oder wilde Tiere kämpfen müssten, aber heutzutage sind unsere Dinosaurier Rechnungen, Steuererklärungen oder die steigenden Lebensmittelpreise u.s.w..

Denn wir können die Stresshormone, die durch die Kampf-Flucht-Reaktion produziert werden, nicht abbauen.

Das schädigt unser Immunsystem und assoziiert eine abnorme Reaktion zu dem, auf das wir uns in diesem Moment fokussieren. Wenn das, was wir fokussieren ein Nahrungsmittel ist und wir zu viele Stresshormone im Blut haben, entwickelt sich eine Stressreaktion auf dieses Nahrungsmittel. Das wird Allergie genannt.

Wenn wir versuchen, etwas Neues zu lernen und die Stresshormone sind erhöht, entwickeln wir eine Stressreaktion auf den Lernprozess, dann spricht man von Legasthenie oder Dyskalkulie....


Ich könnte diese Liste fortsetzen, aber es ist nicht der Punkt dieses Artikels.

Der Punkt ist - während wir auf wahrgenommene Bedrohungen reagieren, die wir nicht auf eine natürliche, neurologische Art und Weise lösen können, entwickeln wir Dysfunktion durch Assoziation.


Sie haben vielleicht schon dem Begriff „Neurons that fire together, wire together = Neuron die zusammen feuern, verdrahten sich." gehört.

Das führt zu dem Prozess der Verbindungs-Assoziation, die das Nervensystem nutzt, um etwas „zu wissen". Es verbindet ein neurologisches Ereignis mit einem anderen Ereignis. Sie werden miteinander verknüpft. Vielleicht für immer, wenn die Ereignisse oft genug wiederholt werden.

Wir reagieren auf unseren eigenen Stress.


Ja, das ist richtig. Wir reagieren auf unsere eigenen Stressreaktionen und lernen dadurch eines von zwei Dingen zu tun:

  1. Wir erliegen der Verbindung der beiden Ereignisse und leben sie in unserem Leben aus. (Das ist die Regel, weil uns ihre Existenz nicht bewusst ist).

  1. Wir lernen, diese Auswirkungen zu überwinden durch die Entwicklung von Fähigkeiten, die ihren Einfluss verändern. (Immer noch nicht bewusst, man wird jedoch unbewusst getrieben, diese Fähigkeiten zu entwickeln).

Das erste Szenario.

Wie schon in anderen Artikeln ist das Wort "Stress" der falsche Begriff.

Eigentlich sollten wir den Begriff „HERAUSFORDERUNG" für die „DINGE" die uns stressen verwenden. Es beginnt mit einem äußeren Reiz. Daraus kann sich dann eine innere Reaktion entwickeln, die sich dann wiederum in eine gewohnheitsmäßige Reaktion umwandeln kann.

Der Begriff, den wir für die Reaktion auf die Herausforderung verwenden sollte, ist „Distress=Verzweiflung".

Das ist unsere Reaktion auf den "Stress". Es ist nicht etwas außerhalb von uns, das Schaden anrichten kann. Es ist diese „Verzweiflung", die den Schaden verursacht.

Wenn das Leben so einfach wäre, könnten wir diesen Artikel hier beenden, indem wir sagen:

Wenn Sie die Reaktion auf Verzweiflung kurzschließen könnten, könnten Sie Ihr Leben verändern!" Das wäre sogar wahr!


Das Leben ist aber alles andere als einfach.

Es gibt aber einfache Gesetze, die steuern, was wir als Menschen tun. Die Gesetze, die unsere neurologische Reaktionen steuern, die wiederum bestimmen, wie wir lernen, sind klar und unveränderlich.
Sie besagen, dass wenn sie zwei gegensätzliche Kräfte verbinden, wird schließlich die stärkere Kraft in der neurologischen Entscheidungsfindung gewinnen. In anderen Worten, die Assoziationen, die wir praktizieren, werden die stärkeren Verhaltensweisen in uns.

Wenn wir wiederholt in „Kampf-Flucht-Reaktion" gehen wird es zur Gewohnheit. Dann wird es ein wichtiger Charakterzug und wird zu einer Vormachtstellung in unsere Verhaltensweisen.


Entgegengesetzte Kräfte erzeugen Konflikte, wenn sie zusammen geführt werden.


Wir können diesen Konfliktbereich sehen. Er reicht von einfacher Verwirrung und Vergesslichkeit, Gewalt, Mord bis hin zu Krieg.


Ja es können belastende Ereignisse sein, aber sie sind offensichtlich. Was nicht so offensichtlich ist, sind die Fähigkeiten, die wir lernen und entwickeln, um den „Stress" zu überwinden. Sie sind eher subtil und werden nicht immer im richtigen Kontext erkannt.

Es sind „Kompensationen", auf ungelöste Stressreaktionen.


Diese Kompensationen sind in der Tat Fähigkeiten, die entstanden sind aus dem Bedürfnis heraus zu überleben.

Sie basieren auf vererbten Eigenschaften, die unsere Vorfahren in ihrer Zeit verwendet und entwickelt haben, aber sie hatten keine Wahlmöglichkeiten.


Wenn wir tief in der Konstruktion dieser „Kompensationsfähigkeiten" graben, finden wir einige interessante Eigenschaften.


Ich nutze das Beispiel der Aufmerksamkeitsdefizitstörung (ADS).

Sie ist keine Störung, sie ist das Ergebnis einer Reihe von Kompensationen durch ungelöste Stressreaktionen.

Im medizinischen Modell werden 3 Symptome verwendet, um ADS zu definieren.

  1. Diese Menschen sind leicht ablenkbar.Ihre Aufmerksamkeit wird leicht umgeleitet und sie finden es schwierig, eine bestimmte Aufgabe zu beenden. Sie können schnell etwas beginnen, beenden es aber selten.

  1. Sie sind sehr impulsiv. Das bedeutet, dass sie der Warnung vor Veränderung wenig Beachtung schenken. Das ist für ihr Umfeld sehr störend.

  1. Sie werden oft als hyperaktiv eingestuft. Zu viel Energie, die scheinbar außer Kontrolle geraten ist.

Leider führen bei diesen Menschen ihre Kompensationen zu einer Unfähigkeit ihre neurologischen Aktivitäten zu lenken. Ihr Verhalten spiegelt diese multiple Ausrichtung wider.

Die Fähigkeiten, welche die ADS Person entwickelt hat, sind alles Aktivitäten, die zum Zeitpunkt einer frühen Wachstumsphase benötigt werden, um neurologischen Input zu organisieren. Etwas ist mit diesen Menschen in einem entscheidenden Zeitpunkt der Veränderung ihrer neurologischen Entwicklung passiert. Das hat die Richtung dieser Entwicklung verändert.

Sie sind in einen Zustand von Distress-Verzweiflung gegangen. Das wurde mit den dominierenden Aktivitäten zu diesem Zeitpunkt verknüpft.

Diese waren:

  • Neugierde und die Notwendigkeit, schnell den Fokus zu verändern (ablenkbar).

  • Neue Optionen zu Ereignisse kreieren die gerade geschehenen sind (Impulsiv).

  • Und schließlich die Fähigkeit, die Richtung ihrer Energie zu verändern (Hyperaktivität).

Ich für meinen Teil hätte gerne mehr Neugierde, Kreativität und Energie, und Sie?

Egal, der Punkt ist, dass bei solchen Menschen, die den Distress-Zustand mit anderen Funktionen verknüpft haben, und diese Funktionen werden dann gestört.


Es stehen zwei Richtungen zur Verfügung für alle, die diese Art von Verknüpfungen haben.

  1. Sie können lernen, die Kompensationen mit Medikamenten oder anderen Therapieformen zu unterdrücken.

  2. Oder Sie trainieren Ihr Nervensystem, die Talente die Sie haben in positive Fähigkeiten umzuwandeln. Dadurch können Sie dann die Verknüpfungen neu verkabeln und entfernen somit den Konflikt.


Die zweite Option gibt ihnen eine viel größere Möglichkeit, ihre Aufmerksamkeit auf die Dinge umzulenken, die ihnen helfen können es intern neu zu organisieren.

       OK. Wie können wir das Nervensystem trainieren, um eine bestehende Verknüpfung aufzugeben?

Das geht nicht!


Was Sie tun können, ist genau das selbe Verfahren zu nutzen, das das Unterbewusstsein verwendet, um diese "schlechten" Allianzen zu bilden und sie in nutzbare Anlagen umzuwandeln.

Ganz recht!

Die Tatsache, dass es sie sowieso gibt, bedeutet, dass wir sie leicht finden können. Sie sind typischerweise Stressreaktion und leicht zu identifizieren.


Sobald wir diese unangenehmen Verbindungen finden, können wir dann das Nervensystem umschulen mit neuen und besseren Alternativen.


Glücklicherweise gibt es ein weiteres Gesetz das die Reaktionen des Unterbewusstseins steuert. Das Gesetz lautet:

Das Unterbewusstsein wird für Sie immer das Beste tun, mit den Möglichkeiten, die es hat.

Bevor wir mit diesem Prozess beginnen. Es hat mehr als nur einige falsche Assoziationen. Nach dem Training hat es weiterhin die gleichen falsche Assoziationen, aber mit neuen Ergänzungen.

Es gibt immer bessere Alternativen zu dem was bereits innerhalb der Verknüpfungen in Ihrem Gehirn und Nervensystem existiert. Sobald die besseren Möglichkeiten erlebt wurden, können sie verwendet werden, um mit den bestehenden neu assoziiert zu werden und neue Nervenbahnen zu bilden. Dann haben wir die Talente geschaffen, um die Verknüpfungen zu überwinden, aber jetzt in einer brauchbaren Form.

Lassen Sie es sich gut gehen - bis zum nächsten Artikel.

Andrew

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zuletzt geändert: 13 November, 2015
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