Artikelmanager

Spitzwegerich

0 Kommentare
1229

Spitzwegerich

Botanischer Name: Plantago lanceolata     

Der Spitzwegerich gehört zu den ausdauernden Pflanzen, er erblüht zwischen Mai und September. Die Blätter werden vom Juni bis in den September sammeln. Danach werden sie schonend getrocknet, darauf achten, dass sie nicht braun werden.

Spitzwegerich ist überall zu finden, er gilt sogar als Unkraut.

Plantago bedeutet Fußsohle, was wohl darauf hinweise, dass die Pflanze oft mit Füßen getreten wird. Lanceolota erinnert vom Wortstamm etwas an das Wort Lanze, dies weist auf die lanzenartigen Blätter hin.

Die alten Germanen bezeichneten ihn als Läkeblad = Heilblatt.

Wegen des hohen Vitamin C Gehaltes und der Tatsache, dass der Spitzwegerich die Verdauung unterstützt, wurden (und werden) die frischen Blätter, die man vor der Blüte sammelt, als Gemüse bzw. Salat gegessen.


Verwendete Pflanzenteile des Spitzwegerich
Verwendet werden die Blätter, Früchte, Samen und Wurzeln


Inhaltsstoffe
Kalium, Flavonoide, Schleimstoffe, Gerbstoffe, Kieselsäure, Vitamin C, antibiotische Stoffe (Aucubin)

Blütezeit
Der Spitzwegerich blüht von April bis Oktober.


Sammelzeit
Gesammelt werden die Blätter im Mai bis September.
Die Wurzeln sammelt man zwischen September und Oktober.


Wirkung und Anwendung von Spitzwegerich

Der Spitzwegerich treibt den Harn, ist antibakteriell, reinigt das Blut, stillt Blutungen, wirkt zusammenziehend (adstringierend), hemmt Entzündungen und wirkt schleimlösend.

In der Naturheilkunde wird der Saft der Pflanze schon lange gegen Wunden und bei Insektenstichen eingesetzt. Dazu sollten frische, zerriebene Blätter auf Insektenstich gelegt werden. Die Wirkung des Spitzwegerich ist auch wissenschaftlich belegt.

Der Spitzwegerich enthält einen antibiotischen Stoff, das Aucubin, er kann unterstützend bei Verletzungen, Bronchitis oder Entzündungen eingesetzt werden. Neben Schleimstoffen, die er enthält, finden sich zudem Gerbstoffe und Kieselsäure. Außerdem gehört der Spitzwegerich zu den wenigen Pflanzen, die die Produktion von Interferon beim Menschen anregen. Dies erhöht die Abwehrkräfte gegen Viren in den Luftwegen.

Die enthaltenen Glykoside lindern bei Hustenanfällen die Beschwerden und helfen sogar bei einer Lungenentzündung. Inhaliere dazu viermal am Tag mit Spitzwegerich. Nimm dazu zwei EL Spitzwegerichkraut, brühe dies in einer Schüssel auf und inhaliere damit.

In der Naturheilkunde wird Spitzwegerich bei Husten, Heiserkeit, Bronchialkatarrhen und Keuchhusten eingesetzt.

Frischen mit Zucker oder Honig gesüßten Pflanzensaft, empfiehlt man bei Kindern gegen Husten.

Äußerlich angewendet helfen die Blätter bei Blutergüssen, bei Prellungen, Verbrennungen und bei Insekten- oder Bienenstichen. Dazu werden die Blätter zerdrückt und auf die Stelle aufgelegt.

Die Früchte, die sich aus den Blüten entwickeln, schmecken etwas nussig und enthalten ebenfalls sehr viel Schleimstoffe. Sie haben eine den Stuhlgang regulierende Wirkung.

In der Naturkosmetik gilt der Spitzwegerich als ideales Mittel bei fettiger und unreiner Haut bzw. bei Akne. Aber auch bei glanzlosen Haaren, bei Schuppen oder einer entzündeten Kopfhaut können Waschungen mit Spitzwegerich helfen.


Asthma, steigert Abwehrkräfte,

Blasenschwäche, blutende Wunden,Bronchitis,
Durchfall,
Eierstockentzündungen, Entzündungen des Mund- und Rachenraumes, Erkältungen,
Husten,
Insektenstiche,
Katarrhe, Keuchhusten,
Lungenschwäche,
Magen- und Darmschleimhautentzündungen, Magenkrämpfe, Mundfäulnis,
Quetschungen,
Wunden, Wundheilung


Anwendungsarten des Spitzwegerich
Man kann den Spitzwegerich als Tee, als Tinktur, für einen Umschlag, für Bäder, als Frischsaft oder als Pflanzenbrei anwenden.

Ein Spitzwegerichtee kann auch zum Gurgeln oder als Mundspülung verwendet werden, er hilft als Waschung auch gegen Furunkel oder Hämorrhoiden.

Mache einen Tee aus 3 TL geschnittener Spitzwegerichblätter und einer Tasse siedendem Wasser. 10 Minuten stehen lassen und dann absieben.

Man kann die Blätter aber auch mit kaltem Wasser ansetzen und dann kurz aufkochen.

Spitzwegerich-Saft bei Wunden, Akne, Geschwüren und Quetschungen
Reinigen Sie den Spitzwegerich (Blätter) und pressen Sie aus Ihnen den Saft heraus.


Bilderquelle: © Hans Hillewaert (inflorescense) Vosseslag, De Haan, Belgium 2006

5.0
zuletzt geändert: 24 März, 2016
.

Noch keine Kommentare...

Hinterlasse eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.